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„Naturwesen und Erdheilung – Leben mit der Anderswelt“

€ 19,50

Das zweite Buch von Margot Ruis – Grals-Verlag, ISBN 978-3-902418-06-7


das zweite Buch von Margot Ruis Margot Ruis bietet mit ihrem neuen Buch wieder Einblicke in eine Welt, die für die meisten Menschen unseres Kulturkreises unsichtbar ist. Sie kommuniziert mit Wasserfrauen, Elfen, Baumdevas und anderen Wesenheiten und vermittelt einen ernsten, dringenden Aufruf aus der Anderswelt: Durch technologische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen wurde die feinstoffliche Umwelt in den letzten Jahrzehnten stark in Mitleidenschaft gezogen. Impulse zur Erdheilung sind dringend nötig — und jeder Mensch kann dazu beitragen: durch ein bewußteres Leben, das sich nicht am Haben orientiert, sondern am Sein. Was damit konkret gemeint ist, zeigt Margot Ruis durch zahlreiche Beispiele und Anregungen im Verlauf einer faszinierenden, berührenden, mit Humor gewürzten Reise durch das Reich der Naturwesen – von Österreich über den Mittelmehrraum bis nach Hawai'i und Indien.

Wenn Sie das Buch bei DANA MUDRA bestellen (Versand derzeit nur in Österreich), kommt der Kaufpreis zur Gänze unseren indischen Sozialprojekten zugute!.

Selbstverständlich ist „NATURWESEN UND ERDHEILUNG“ auch über den Buchhandel zu beziehen.
264 Seiten, Format: 13,9 x 21,5 cm, Leinen, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-902418-06-7
Der Preis des Buches beträgt € 19,50.

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Kapitelübersicht


Kurze Einführung in das Reich der Naturwesen
Die Kraft der Liebe
Begegnungen In Spanien   
Om
Im Hochgebirge
Der ganz normale Wahnsinn
Hawai'i
Naturwesen In Italien                                           
La Verna und die Folgen
Vom Haben zum Sein!
Die Bedeutung des Schwingungsfeldes
Klänge aus der Anderswelt
Klagen und Warnungen
Unsere Nahrung – ein Beitrag zur Erdheilung?
Verantwortung übernehmen
Feuer und Erde
Die Heilkraft des Fließenden
Hüter der Erde


Leseproben


Aus dem Kapitel „Im Hochgebirge“

Als ich einmal die Augen ein wenig öffnete und auf den Wasserfall vor mir blickte, sah ich etwas, das mich veranlaßte, selbige sogleich groß aufzureißen: Mitten in dem breiten Wasserfall stand eine Wesenheit, wie wir sie nur einmal vor einigen Jahren zu Gesicht bekommen hatten, und zwar ebenfalls in den Hohen Tauern. Eine zottelige Gestalt, etwa 1,80 Meter groß, mit stattlichen Hörnern auf dem Kopf — ein perfektes Abbild des alpenländischen Krampus! Von unserer damaligen Erfahrung her wußte ich, daß es sich bei diesen Wesen um freundliche, heitere Gesellen handelt — ganz im Gegensatz zu dem Image, das man ihnen verpaßt hat! — und freute mich über die Begegnung. Bloß, was machte er da mitten im Wasserfall? Er blickte aus auffallend schönen, tiefen, braunen Augen zu mir her und begann ein fröhliches Tänzchen, indem er ein zotteliges Bein nach dem anderen in die Luft hob und wieder auf dem Fels, über den das Wasser floß, absetzte. Dazu schwenkte er lustig die Arme auf und nieder. Es war wirklich drollig; ich mußte lachen und grüßte lachend hinüber, worauf ein ebensolcher Gruß zurückkam. Somit war der Kontakt bestens hergestellt und mein übliches Frage-Antwort-Spiel konnte beginnen.
Sehr schnell war klar, daß ich es hier mit einem äußerst schelmischen Gesprächspartner zu tun hatte, dem es großes Vergnügen bereitete, mich mit seinen Antworten gelegentlich aufs Glatteis zu führen und zu testen, ob ich die Bären, die er mir aufzubinden versuchte, als solche erkannte. Ich glaube, ich habe ganz gut abgeschnitten bei dem Spiel, jedenfalls habe ich mich prächtig amüsiert mit diesem „Schmähbruder“ aus dem Reich der Naturwesen.
Was unterm Strich an glaubwürdigen Informationen übrigblieb, war etwa Folgendes: Er und Seinesgleichen haben am Rande mit dem Wetter zu tun, genauer gesagt, mit der Temperatur, und sie spielen eine wichtige Rolle bei der Schneeschmelze. „Wir schicken die Kälte fort“, sagte er, was ihn mir gleich noch sympathischer machte. Erstens, weil ich das für das einzig Vernünftige halte, was man mit Kälte tun kann, sofern man es kann, und zweitens, weil für Samstag, den Tag des Seminarbeginns, ein heftiger Wettersturz vorhergesagt war. Derlei kann im Gebirge auch im Hochsommer Schneefall oder zumindest sehr niedrige Temperaturen bedeuten, also genau das, was man für ein Unternehmen, das sich die meiste Zeit im Freien abspielt, nicht brauchen kann. Folglich war ich höchst erfreut, einen neuen Freund gefunden zu haben, der dafür zuständig war, Kälte  wegzuschicken! Ich erklärte ihm, wie überaus störend Kälte für unser Vorhaben wäre, räumte ein, ich wisse ja, daß wir nicht so wichtig seien, aber angesichts des großen Interesses der Naturwesen an der Begegnung mit feinfühligen, ihnen wohlwollenden Menschen wären die zuständigen Autoritäten vielleicht doch geneigt, den drohenden Wettersturz noch abzuwenden. Mein zotteliger Freund hatte laut eigener Aussage gute Beziehungen zu besagten Autoritäten, die offenbar zu entscheiden haben, ob und wann er und Seinesgleichen Kälte fortschicken dürfen. Er versprach mir, sein Möglichstes zu versuchen, und ich hatte den Eindruck, daß er das durchaus ernst meinte.
Ich dankte ihm und wandte mich zu Gerhard um, neugierig, ob er meine neue Bekanntschaft auch wahrnahm. Gerhard malte, hob den Kopf und schaute zum Wasserfall hin, malte weiter, dann grinste er vielsagend zu mir her. Noch neugieriger geworden, ging ich zu ihm, um zu sehen, was er malte. Das Blatt zeigte den Wasserfall und in seiner Mitte ein gehörntes, zotteliges Wesen, das graziös ein Bein im Tanz hob und die Arme fröhlich schwenkte. Touché! Schön ist das, nicht wahr? Es ist wirklich eine Freude, zu zweit zu „schauen“!    


Aus dem Kapitel „La Verna und die Folgen“

Eines Nachmittags suchten wir einen unserer Lieblingsplätze auf. Auf einer über den Abgrund vorkragenden Felsplatte stand ein helles Wesen und blickte hinunter. Gerhard sah, wie aus dem landschaftlich so schönen Umland tief unten eine Welle von Gier, Hektik etc. an den Berg heranbrandete — und gereinigt wieder zurückging! Der Vorgang wiederholte sich mehrmals, wobei der Eindruck entstand, daß die Wellen durchaus auch von weiterher stammen könnten.
Ich ging ein Stück weiter zu einem bereits bestens bekannten Felsenrund, wo einzelne, glatt abgewitterte Blöcke fast in der Art eines Labyrinths verstreut waren. In der Mitte stehend, fühlte ich rundherum Elfenpräsenz. Schon im Vorjahr hatte ich diesen Ort als Elfenversammlungsplatz bezeichnet, und nun war ich wohl in solch eine Versammlung hineingeraten. Bevor ich die Anwesenden genauer betrachten konnte, zog eine sehr helle Gestalt, die den Felsengang herunterkam, meine Aufmerksamkeit auf sich: der Hüter des heiligen Berges, der feurige Engel des La Verna! Groß war meine Freude, ihn wiederzusehen. Er wirkte allerdings etwas anders als im Vorjahr, mehr sachlich, mehr „beschäftigt“. Immer noch wunderbar und erhebend, aber mit kleiner Akzentverschiebung. Ich bat ihn, mir etwas zum Thema Erdheilung zu sagen. Was dann folgte, war eine nahezu wortlose Übermittlung von Informationen in geballter Form, bildhaft, blitzartig und völlig klar. Mühsam versuche ich das jetzt in Worte zu fassen, die den Inhalt herüberbringen sollen:
Der Engel zeigte mir einen großen Baum mit unzähligen Blättern. Jedes Blatt war eine Krankheit: Chemie in der Landwirtschaft, Autos, Mobilfunk, Gentechnik, AKWs, Wasserverschmutzung, Massentierhaltung, Luftverschmutzung, Atomwaffen, Rüstungsindustrie ... etc. etc. Tausende Blätter, Tausende Fehlentwicklungen. Alle kommen aus derselben Wurzel — dort muß Heilung ansetzen! Die Wurzel ist eine Grundeinstellung, eine grundsätzliche Fehlhaltung im menschlichen Wesen, etwa: Herrschen statt Dienen, Nehmen statt Geben, „die Erde gehört mir“ statt „ich gehöre zur Erde“.
Als Gegengewicht dazu zeigte mir der Hüter des Berges die Bedeutung der reinigenden Orte; die Welle, die gereinigt den La Verna verläßt. Er übermittelte mir wieder wortlos, daß diese Orte einst die Dinge einigermaßen im Gleichgewicht halten konnten, aber heute viel zu wenige sind. Bei den derzeitigen Belastungen besteht großer Bedarf an zahlreichen reinigenden Orten. Sie werden jedoch immer weniger; es ist notwendig, diese Entwicklung umzudrehen.
Diese „Unterredung ohne Worte“ gehört für mich zu den wichtigsten aus einem Vierteljahrhundert Sammlertätigkeit in Sachen Elfengesprächen. Die Mitteilungen des leuchtenden Hüters des La Verna werden uns jetzt eine Weile beschäftigen.

Tausende Blätter, Tausende Krankheiten, Tausende Fehlentwicklungen. Alle kommen aus derselben Wurzel — dort muß Heilung ansetzen!  
Natürlich sollen wir auch an den Blättern arbeiten, aber wenn wir nur dort etwas zu ändern versuchen, werden wir nie fertig. Natürlich ist jedes Bemühen, jeder Einsatz dafür, diese Krankheiten zu einer naturverträglichen Form zurückzuführen, wichtig und Not-wendig. Darüber sollten wir aber nicht die gemeinsame Wurzel vergessen, die Wurzel des Baumes, der all diese Blätter hervorgebracht hat. Wenn wir unsere ganze Kraft auf die Wurzel richten, aus der diese Fehlentwicklungen hervorgegangen sind, und dort verändernd einwirken, können wir Erfolg haben.
Es mag befremdlich klingen, die stolzen Errungenschaften unserer Zivilisation als Fehlentwicklungen zu bezeichnen. Nun, das war die Botschaft. Es wurde mir das starke Empfinden vermittelt, daß alles so verkehrt läuft, daß wir nicht einmal ahnen können, wie verkehrt. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, andere Erfindungen wären möglich gewesen. Vor langer Zeit wurden die Weichen falsch gestellt und seither laufen wir auf der Schiene Ausbeutung und Zerstörung der Natur.  
Zurück zur Wurzel des Baumes, an dem all diese Krankheiten wachsen. Was ist diese Wurzel, was ist die Ursache dieser naturfeindlichen Entwicklungen? Der Engel des La Verna hat uns einige Hinweise gegeben: Es handelt sich um eine grundsätzliche Fehlhaltung im menschlichen Wesen, die zumindest unter den Angehörigen der weißen Rasse, die ja die kranken Blätter in die Welt gesetzt hat, überaus verbreitet sein muß. (Womit ich bestimmt nicht sagen will, daß die anderen „besser“ wären. Die machen leider fleißig alles nach, was wir ihnen vorzeigen, und gehen zum Teil noch brutaler mit der Natur um. Aber wir haben als erste diesen Weg beschritten.)
Besagte Fehleinstellung kann man beschreiben mit „Ich will herrschen, aber nicht dienen“, „Ich will nehmen, aber nicht geben“, „Die Erde gehört mir und hat meinen Bedürfnissen zu dienen“ statt „Ich gehöre zur Erde und trage Verantwortung für sie“.
All das entspricht der Existenzweise des Habens, dem „Leben aus dem Haben“, das in scharfem Kontrast steht zum „Leben aus dem Sein“.
Die beiden Seinsweisen unterscheiden sich gravierend durch die verschiedenen Werte und Ziele, die jeweils das menschliche Leben leiten. Im Leben aus dem Haben dreht sich alles um Besitz, Gewinn, Konsum, Prestige, Macht; hier finden wir das völlige Verstricktsein in die Materie, von dem der Große Elf in Spanien gesprochen hat. Der Mensch ist, was er besitzt — Position, Einkommen, Haus, Auto, das weite Spektrum des technischen „Spielzeugs“ ... etc. etc. Wer sich durch das Haben definiert, will immer mehr haben, weil er/sie dann scheinbar mehr ist. Aber eben nur scheinbar, und weil die Menschen das nicht erkennen, gibt es leider sehr viele, die nie genug bekommen können.
Leben aus dem Haben hinterläßt eine Leere, die mit noch so viel Haben nicht zu füllen ist. Dennoch wird genau das angestrebt, und so werden andere, wesentliche Werte und ethische Grundsätze in den Hintergrund gedrängt. Die Haupttriebfeder des Handelns ist die Gier; so entsteht ein skrupelloses, ausbeuterischen System, menschenverachtend und naturzerstörend.
Welche Wohltat, uns nun der Existenzweise des Seins zuzuwenden! Hier leiten gänzlich andere Werte das Leben: Lebendigkeit und Spontaneität, Vertrauen, Verbundenheit, die Liebe zur Schöpfung und den Mitwesen, Geben und Teilen ... Eine derartige Grundeinstellung führt natürlich zu einem völlig anderen Umgang mit Mutter Erde und den Mitgeschöpfen als die Lebensweise des Habens. Das Leben an sich wird hier geschätzt und geachtet, und zwar nicht nur das eigene, sondern alles Leben. Natürlich muß auch der in der Existenzweise des Seins verwurzelte Mensch auf die eine oder andere Weise seinen Lebensunterhalt bestreiten, aber er läßt sich davon nicht auffressen. Er bewahrt sich auch seine Unabhängigkeit gegenüber gesellschaftlichen Zwängen, den „Must-Haves“, gegenüber dem, was man angeblich alles haben und tun muß, um dazuzugehören. Wer aus dem Sein lebt, braucht den ganzen Plunder nicht! Die Werbung kann eine solche Person nicht verführen, denn die kennt ihre wahren Bedürfnisse, welche leichter und kostengünstiger zu befriedigen sind. Abgesehen davon, daß sie Werbung weder anhört noch ansieht, weil sie nun wirklich Besseres mit ihrer Zeit anzufangen weiß. Der Sein-Mensch gehört schon „dazu“, er fühlt sich geborgen im großen Kreis des Lebens, wo er sich bedingungslos angenommen weiß. Er hat Freude daran, seine Begabungen und Fähigkeiten auszudrücken und damit einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, aber er hat es nicht nötig, sich damit über andere zu erheben. Es lebt sich viel entspannter aus dem Sein! Es lebt sich glücklicher, einfacher, vertrauensvoller.
Wir haben erkannt, daß die Wurzel des „Fortschreitens auf dem falschen Gleis“, auf dem Gleis der Ausbeutung und Zerstörung der Natur, die Existenzweise des Habens ist. Folglich kann Heilung für Mutter Erde, die Wesen der Natur und uns selbst daraus entstehen, daß möglichst viele Menschen zur Existenzweise des Seins überwechseln!
Im Auftrag der Naturwesen mache ich hier also Sympathiewerbung für ein Leben aus dem Sein!


Aus dem Kapitel „Vom Haben zum Sein!“

Auf einer Wanderung durch den Naturpark Torcal de Antequera mit seinen phantastischen Erosionsformationen kamen wir in einen weiten, nahezu runden Talkessel, dessen Boden und Wände aus von Wind und Wetter zerfressenem Kalkgestein besteht. „Zerfressen“ wird allerdings der Schönheit und Faszination dieser vielfältigen Formen in keinster Weise gerecht. Welche Fülle von verschiedenen Figuren in dem Stein zu erkennen sind! Wind, Wasser und Frost sind tatsächlich meisterhafte Bildhauer! Auch dabei sind, wie überall, Wesenheiten am Werk, Jahrmillionen lang.
In dem Talkessel, der einer steinernen Schüssel glich, zog ein bestimmter Platz schon von weitem meine Aufmerksamkeit an sich. Der Form nach sah er aus wie ein ovaler Tumulus mit halbrunder, ebener Terrasse davor, alles aus massivem Stein. Das Ganze war ein wenig aus der steinernen Umgebung herausgehoben und wirkte insgesamt wie eine Bühne. Darauf tummelten sich einige Wesen, etwa ein Meter zehn groß, mit brauner Haut und ebensolchem Gewand. Sie liefen hin und her, lachten, dann verschwanden sie in dem „Tumulus“, der offenbar ihr Heim war; kurz darauf kamen sie wieder heraus und das Spiel begann von neuem. Ich setzte mich in der Nähe nieder und sah ihnen zu. Sie strahlten eine ansteckende Fröhlichkeit aus und natürlich wollte ich mit ihnen Kontakt aufnehmen. Darauf ergab sich folgendes Gespräch:
Margot: Was läßt sich von euch lernen?
Karstwesen: Freude am Einfachen! Wir haben unsere Steine, hier die grünen Freunde, die Sonne, die Wolken ... Das genügt uns. Wir freuen uns am Leben! Einfach am Leben! Es ist schön, ein Teil des Lebens zu sein! Wißt ihr das auch?
Margot: Ich fürchte, viele Menschen haben das vergessen. Aber wir wollen es gerne von euch lernen, es wäre so wichtig für uns!
Karstwesen, staunend: Freut ihr euch nicht am Leben??
Margot: Schon, aber die meisten von uns glauben, daß sie außerdem noch eine Menge Dinge brauchen, um sich wirklich freuen zu können. Funktioniert natürlich nicht.
Karstwesen: Ja, das sehen wir. Ihre Gedanken — uuh! Fühlt sich gar nicht gut an. Wir haben uns schon gedacht, daß ihr nicht wißt, wie es ist, Teil des Lebens zu sein. Zu kompliziert für uns sind eure Gedanken, zu wenig Freude! Es ist doch so einfach, glücklich zu sein! Der Wind, der Mond, der Regen — alles ist Leben, so wie wir — schön!!
Gesegnete Wesen! Warum haben wir nur vergessen, wie einfach es ist, glücklich zu sein ...? Weil wir zu sehr ins Haben hineingeschlittert sind! Wäre es nicht eine gute Idee, bei diesen Meistern der Einfachheit und der Freude am Sein in die Schule zu gehen? Dazu muß man nicht nach Andalusien fahren; es genügt, die Lehre der lebensweisen Geschöpfe in unser Herz zu nehmen ... uns immer wieder daran zu erinnern ... darüber zu meditieren ... sie zu leben ... bis sie ein Teil von uns geworden ist.


Aus dem Kapitel „Klänge aus der Anderswelt“

Normalerweise ist es zum Glück viel einfacher, Lieder zu bekommen. So geschehen zum Beispiel gleich an dem Tag, nachdem mir das Lied aus dem Elfenberg wieder eingefallen war. Wir besuchten einen kleinen, feinen Felsstrand, den man durch eine Felsöffnung kraxelnd erreicht und wo wir meist allein sind. Wir nennen den Platz die „Bucht des lachenden Nilpferdes“, nach einem Fels im Wasser, der so aussieht. Zu unserer Freude waren zahlreiche Wassermädchen da, ich unterhielt mich mit ihnen, da begann eine Melodie zu fließen. Sie gefiel mir, und ich sang sie gleich für die Wassermädchen. Es war ein rhythmisches Auf und Ab in der Melodie, und ich dachte mir, das wird ein Wellenlied. Dann kam der Text dazu, auf Spanisch; es war ein Dialog zwischen mir und einer Welle, die sich als sehr weise herausstellte, da sie die ganze Weisheit des Meeres in sich trug. Das Lied ist eine fröhliche Ballade – so etwas gibt es auch! – in fünf längeren Strophen und ziemlich philosophisch vom Thema her, daher bezweifle ich, daß der Text von den Wassermädchen kam. Die haben es lieber kürzer, normalerweise. Die Melodie paßt aber gut zu ihnen und gibt ihr heiteres Auf-und Niederschwingen mit den Wellen wieder. Den Text schrieb ich in mein Notizheft und die Melodie merkte ich mir; so einfach kann das sein!
Jahrelang habe ich beim schamanischen Arbeiten spontane Lieder gesungen, ohne zu versuchen, sie mir zu merken. Es kamen ja ohnehin immer wieder neue, wenn ich welche brauchte. Irgendwann war da die Idee, es wäre vielleicht ganz schön, eine Sammlung eigener Lieder zur Verfügung zu haben, und ich sang gelegentlich etwas auf Band. Richtig Schwung kam in die Sache, als ich ein indisches Harmonium erstand. Nun war es mir möglich, neue Lieder gleich zu spielen, zumindest, wenn ich zu Hause war, was das Merken sehr erleichterte. Damals wohnten wir schon in unserem Haus und ich konnte nach Herzenslust singen und jubeln und das Harmonium, kein ganz leises Instrument, erklingen lassen. Ich kann gar nicht ausdrücken, wieviel Freude mir das seither gebracht hat! Nicht nur mir, auch meinem lieben Mann und den in der Umgebung beheimateten Naturwesen. Gelegentlich kommt sogar edler Besuch herein, wenn wir singen.
Ich mache hier natürlich unverhüllt Stimmung für Hausmusik, speziell für das Singen! Wasserwesen, Luftwesen, Große Elfen haben sich wiederholt gewünscht, die Menschen sollten wieder mehr singen! Schließlich waren sie das jahrtausendelang von uns gewohnt, haben daran Freude gehabt und bestimmt auch „mitgemischt“, was Inspiration betrifft! Einer andersweltlichen Wesenheit verdanke ich die folgende Information: „Die Musik haben die Menschen von den Elfen gelernt. Selbst hätten sie das nie gekonnt.“ Das glaube ich aufs Wort! Ihre Musik ist unvergleichlich, wahrhaft überirdisch, und mit unseren Stimmen und Instrumenten bringen wir das nie hin. Da fehlt mehr als jener eine Ton. Aber dafür ist es menschliche Musik, was wir machen, geboren aus menschlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten und aus der unbewußten Sehnsucht, jener Feenmusik möglichst nahezukommen. Quer durch die abendländische Musikgeschichte gab es Komponisten, die hörbar ein „offenes Ohr“ für Elfenklänge hatten. Was die Frauen gehört haben, ist leider nicht überliefert, mit ganz wenigen Ausnahmen. Ihre Beiträge sind wohl eher in die anonyme Volksmusik eingeflossen. Wer die Musik von Hildegard von Bingen kennt, ahnt: Sie hat Feen und Engel gehört.... Und Genien, nehme ich an.
Ich habe eine bezaubernde, kleine Freundin in Indien, die zu dieser Kategorie gehört. Sie ist kein Naturwesen im eigentlichen Sinne, sie ist ein Wesen der Musik, eine Genie.(Ge-ni-e, weiblicher Genius) Kennengelernt habe ich sie vor Jahren in einem Ashram in Bombay. Ich meditierte abends auf dem flachen Dach neben einem kleinen Tempel, da hörte ich plötzlich unbeschreiblich schönen Gesang. Eine hohe Frauenstimme, zart und doch voller Leuchtkraft, jubilierte sich durch die kompliziertesten Verzierungen altindischer Gesangskunst, flötete dann sehnsuchtsvoll, um sich schließlich wieder mit blühender Melodik in den Klanghimmel aufzuschwingen. Hinreißend! Die Stimme kam aus der Richtung des großen Mangobaumes neben der Dachterrasse, und da stand auf einem aus dem Stamm ragenden Vorsprung ein weibliches Wesen, etwa ein Meter dreißig groß, in einem goldglänzenden, anliegenden Gewand alten Stiles – und sang. Ich lauschte selig, bis die herrliche Sängerin ihr Lied beendete, und begrüßte sie dann. Daß sie nicht in die Deva des Mangobaumes war, schien mir klar, aber wer war sie? Jedenfalls etwas besonders Kostbares! Genauso bezaubernd wie ihr Gesang war auch der Umgang mit ihr. Ein wunderhübsches Gesichtchen, strahlende, fröhliche Augen, ein perlendes Lachen – welch ein Schatz!
Sie war, was nicht überraschte, für Musik zuständig und hier hielt sie sich auf, weil viel gesungen wurde. Als kurz darauf im großen Tempel unten die Abendandacht begann, bei der immer von Anfang bis Ende gesungen wird, war sie ganz dorthin konzentriert und unterstützte offenbar die Singenden. Später kam Gerhard herauf. „Ich muß dich jemandem vorstellen“, sagte ich. „Ja, was ist denn das Süßes?“ war seine Reaktion, als er die Genie sah. Fasziniert hörte er ihren Gesang. Wir haben sie seither oft getroffen, immer am selben Platz. Bombay war jahrelang unser Ankunfts- und Abflugsort in Indien, und wir pflegten bei dieser Gelegenheit einige Tage in dem Ashram  zu verbringen.
Meine zauberhafte Freundin verriet mir ihren Namen, und den darf ich ruhig veröffentlichen: Shakúntala. Sie ist eben eine Künstlerin, und die haben meist nichts dagegen, wenn ihr Name bekannt wird!
Als ich kurz davorstand, meine zweite CD aufzunehmen, hatte ich die Idee, Shakúntala könnte mich dabei unterstützen. Ich fragte sie, ob Raum, also Entfernung für sie ein Problem wäre. „Musik ist Raum“, war die Antwort – der Raum, in dem sie sich bewegt. Ich könne sie auch von anderswo rufen und um Hilfe bitten. Das habe ich seither mehrmals getan und hatte immer den Eindruck einer guten Verbindung und ihrer Aufmerksamkeit. Da fließt schon etwas herüber....  
Shakúntala ist das einzige Wesen dieser Art, dem wir je begegnet sind.


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siehe auch: Naturwesen Erdheilung
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